Projektdetails

Call 3/2021, Kongo, Caritas Erzdiözese Wien - Hilfe in Not, Projekt "Mobilität für Kinder im Kongo"

Call 3/2021, Kongo, Caritas Erzdiözese Wien - Hilfe in Not, Projekt "Mobilität für Kinder im Kongo"

EZA-Call

Globale Gesundheit

Projektstatus

genehmigt/laufend

Projektlaufzeit

1. Dezember 202130. November 2022

Förderbereiche

  • Gesundheit - Soziales - Generationen
  • Entwicklungszusammenarbeit

Wiener/Österreichischer Projektträger

Caritas Erzdiözese Wien - Hilfe in Not

Land Wien Förderung

30.000,00 Euro

Projektstandort

  1. Demokratische Republik Kongo, Afrika

Projektstandort

  1. Demokratische Republik Kongo, Afrika

Projektbeschreibung

Ausgangslage:

Das Leben vieler Menschen in der Demokratischen Republik Kongo ist von jahrelangen Kriegen, Korruption und Misswirtschaft geprägt. Ein Großteil der rund 100 Millionen Einwohner*innen lebt in Armut. Das staatliche Sozial- und Gesundheitssystem ist nur ansatzweise vorhanden und kann die Bedürfnisse der Menschen nach medizinischer Versorgung nicht abdecken. Unter diesen Umständen haben es Menschen mit Behinderung besonders schwer, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Besonders Kinder, die aufgrund einer angeborenen Fußfehlstellung nicht gehen können, sind von der gesellschaftlichen Teilhabe faktisch ausgeschlossen. Ein orthopädischer Eingriff oder eine korrektive Behandlung in frühen Jahren könnte diesen Kindern jedoch für ein ganzes Leben
Bewegungsfreiheit geben und ihnen einen Schulbesuch sowie Einkommenserwerb ermöglichen. Aufgrund ihrer wirtschaftlichen Lage können sich die meisten Familien eine solche Behandlung nicht leisten.

Maßnahmen:
Um einen Beitrag zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation von Kindern in der Demokratischen Republik Kongo zu leisten, wird die Caritas der Erzdiözese Wien ein einjähriges Projekt initiieren. Die lokale Partnerorganisation ist die Caritas der Region Kilwa-Kasenga in der Provinz Tanganyika im Südosten des Landes. Weitere Projektpartner sind die belgische NGO „Chaine d’Espoir Belgique“, die das Ärzteteam kostenlos stellen wird sowie das lokale Krankenhaus.

Die Zielgruppe des Projekts sind 100 Kinder und Jugendliche, die aufgrund von zumeist angeborenen Fehlbildungen in ihrer Mobilität eingeschränkt und stigmatisiert sind. Sie leben am Rande der Gesellschaft und sind auch vom Schulbesuch faktisch ausgeschlossen. Die jungen Patient*innen leiden meist an Klumpfüßen oder Fußfehlstellungen und sind somit nachhaltig beeinträchtigt. Im Rahmen der Umsetzung des Projekts wird die Mobilität von 50 Kindern durch eine orthopädische Operation wiederhergestellt. Weitere 50 Kinder werden durch die Ponseti-Methode behandelt, bei der mit kurzen chirurgischen Eingriffen und Bandagierungen die Beeinträchtigungen behoben werden können. Bei der Auswahl der zu Operierenden, die nach medizinischer Indikation, Alter und Dringlichkeit erfolgt, wird auch auf die Auswahl von Mädchen geachtet werden. Ein Ärzteteam aus Belgien führt die Operationen durch und schult das lokale Personal des Spitals, inklusive einer Chirurgin, in den Behandlungsmethoden. Ein Know-how Transfer für das kongolesische Personal erfolgt auch durch Trainings in Physiotherapie und Krankenpflege. Nach Abschluss der medizinischen und physiotherapeutischen Behandlung wird - sofern es notwendig ist - auch eine Prothese, Gehschiene oder spezielles Schuhwerk zur Verfügung gestellt. Nach der Operation und der Physiotherapie werden 100 Kinder wieder gehen können und somit eine Chance auf volle gesellschaftliche Teilhabe in der Zukunft erhalten.

Hinweis zu den Daten

Wir weisen darauf hin, dass sich die hier abrufbaren Daten und Informationen sowie Auswertungsergebnisse aufgrund kontinuierlicher Datenaktualisierungen laufend ändern können. Außerdem zeigen die Zahlen lediglich Größenordnungen. Sie dienen dem Überblick sowie dem Vergleich zwischen Themen- und Fachbereichen. Für exakte Auswertungen wenden Sie sich bitte an die Magistratsabteilung 27 – Europäische Angelegenheiten (Kontakt siehe Link im Fußbereich).